2016 Island – Erfahrungen und Tipps zum Wandern auf Island

  1. Yeti Passion Five mit Tarptent Rainbow: Das Zelt ist innen wirklich recht windig. In folge dessen benötigt man einen Schlafsack, der ein recht dichtes Außenmaterial hat. Dies kann der Yeti Passion Five nicht bieten. Ich würde eher zu einem Mountain Equipment mit Drillte z.B. Glacier 500/750 oder einem Western Mountaineering mit MicroLite Außenmaterial z.B. Apache/Badger raten. Der Yeti Passion Five ist ohne Wind jedoch absolut ausreichend. Überzeugt hat mich der Schlafsack jedoch nicht restlos. Der Klett am Wärmekragen kratzt und der Reisverschluss ist sehr fein und wirkt etwas anfällig. Hier sollte man also noch gut 300g mehr einrechnen. Wenn man gut geschlafen hat, ist man deutlich leistungsfähiger. Daher gibt es hier für mich nächstes mal weniger Gewichtskompromisse. Zum Zelt kann ich sagen, dass sich Kondenswasser entwickelt, aber auch bei starkem Wind nur dann und wann als einzelne Tropfen herabfällt. Das ist also unproblematisch.  Das wichtigste ist das sorgfältige aufstellen des Zeltes. Am besten zuerst den Bogen rein und dann die beiden Längsseiten abspannen, so dass es erstmal steht. Erst danach die Ecken. Bei starkem Wind habe ich in der Hauptwindrichtung noch eine Abspannleine verwendet obgleich es auch ohne Abspannleinen bereits sehr stabil steht. Vom Zelt bin ich begeistert. So viel Platz und Variabilität bei so wenig Gewicht. Ich würde es auch für regnerische Zonen wieder auswählen.
  2. Kocher: Der EOE Titanium Kocher erwies sich als defekt und brannte etwa 20 Sekunden bevor er immer wieder ausging. Man musste ihn unheimlich fest auf die Kartusche aufschrauben, damit das Gas ein bisschen herauskam. Der Dorn war einfach zu kurz oder der Dichtgummi zu dick. Gut dass es die unendlich hilfsbereiten anderen Wanderer gab, die mir ihren für die restliche Tour vertrauensvoll überließen. Danke nochmal an Christine und Bernd aus Lenggries! Auch Micha aus Kiel scheute es nicht noch einen ordentliche Portion Spiritus zu verbrennen, um auch mir ein warmes Abendessen zu ermöglichen. Danke Micha! Camp 4 hat den EOE Titanium Kocher später zurückgenommen und teilten mir mit, dass Sie das Problem bisher noch nicht hatten. Na wollen wir es für die Käufer hoffen. Interessant sah das Kochsystem Primus Lite oder Jetboil SolTi/ZIP Cooing System aus, was vereinzelt in Island zu sehen war. Durch die nicht unerheblichen Gaseinsparung mit einem Gesamtgewicht von rund 350g für den Entfall von Kocher, Kochtopf, Müslischale, Trinkbecher und Windschutz eine Überlegung wert. Gekauft: Jetboil ZIP Cooking System. Das nächste Mal: Kocher zuhause ausprobieren! Update: Jetboil ZIP Cooking ausprobiert: 0,5l Wasser in rund 2,5 min brodelnd gekocht, Deckel zum Trinken und abgießen geeignet, kein Piezozünder der kaputt gehen kann, Aufbauhöhe i.O., lösen des Kochers etwas hakelig, vor allem mit dem heißen Wasser nicht ganz ungefährlich, aber ich glaub das ist eine gute Lösung. 60min mit 100g Gas, hmm also gut 20-30 mal Tee oder Essen mit 100g Kartusche.  (64EUR, das ist doch fair). Das wird das nächste mal ausprobiert.
  3. Ziplock Tüten: Die sind Mist, da der Schließer immer mal über das Ende hinaus gleitet und man sie dann nicht mehr auf bekommt ohne sie spätestens beim zweiten mal kaputt zu machen. Besser als die Originalen waren die vom DM/Rossmann Marke Rubin. Nächstes mal 2 Ersatztüten mitnehmen. Auch als Müllbeutel perfekt.
  4. Buff-Schal: Der dünne einfache Schal ist für Island einfach zu wenig. Ich musste noch einen Wärmeren in Island nachkaufen.
  5. Seife: Die spezielle Outdoorseife Sea to Summit Wilderness Wash schäumt einfach gar nicht. Da musste ich schon die halbe Flasche für eine Dusche verwenden. Das ist nicht sehr überzeugend gewesen, da es auf dem Etikett hieß, dass es sich um ein Konzentrat handelt. Wunderbar dagegen das 1/3 Stück Seife aus dem Bioladen. Sehr ergiebig und auch für die Haare geeignet. Nach dem verwenden einfach in ein wenig Toilettenpapier eingewickelt. Für das Waschen im Fluß sollte man allerdings nur die biologisch abbaubare Outdoorseife verwenden.
  6. Handtuch: Das MSR Packtowl Ultrafite 30×75 ist einfach top und völlig ausreichend. Es trocknet rasant und nimmt sehr viel Wasser auf. Zudem ist das Gefühl auf der Haut angenehm. Toll ist auch der Aufhänger, der durch Druckknopf  geöffnet werden kann. So kann man das Handtuch bequem an den Rucksack zum trocknen anhängen.100 Punkte!
  7. Die 1L Platyplus Flasche: Brauch man nicht mitzunehmen, da man irgendwann eine PET 0,5 l Flasche kauft und diese verwenden kann. Kleine Flaschen sind auch praktischer zu füllen, da die 1l-Flasche oft nicht unter die Hähne der kleinen Waschbecken passt und auch das Handling der Folienflasche mit einer Hand eingeschränkt ist.
  8. Aloksak Loksak Handyhülle: Na ja. Das Material raut auf und vermattet. Die Lesbarkeit des Handys hat bereits nach 1 Woche enorm abgenommen. Zudem ist beim Öffnen das Material genau am Verschluss gerissen. Irgendwann musste ich einen der 2 Schließer abschneiden, da man es nicht mehr öffnen konnte. Das Handy blieb während der Tour jedoch gut geschützt. Bei Verwendung von mehr als zwei Wochen würde ich eine zweite mitnehmen. Ich habe das Handy rund 4 mal am Tag herausgenommen um z.B ein Fotos zu machen. D.h. nach rund 60 mal Öffnen und Schließen war es etwa kaputt. Der Preis für die Hülle ist aber auch recht überschaubar, daher würde ich es wieder als Hülle auswählen.
  9. Erstehilfeset: Ab sofort gehört Wick Daymed bei mit zum Standard. Ich habe eine Grippe bekommen und alle Apotheken haben erst nach Abfahrt des Busses auf gemacht bzw. waren bei Ankunft schon geschlossen. Bereits das besorgen von Tempotaschentücher erwies sich als nicht einfache Aufgabe im abendlichen Akureyri. Eine koreanische Mitreisende hat mir dann ihre Wunderpillen gegeben. Vielen Dank nochmal an Jeonghwa aus Soul! Dann war da noch Samin aus San Francisco, der mir eine Vitamin C Bombe als Drink in die Hand drückte. Danke auch an Samin! Als ein gutes Mittel gegen die Erkältung half auch frischer Ingwertee mit Honig.
  10. Handschuhe: Sollte man mitnehmen. Am Abend wird es oft empfindlich kalt durch den andauernden Wind. Die leichtesten Handschuhe überhaupt sollten aber genügen. z.B. Mountain Equipment Touch Globe,  oder Arc’teryx Phase Globe, wenn es noch leichter sein soll Odlo Light Gloves
  11. Mütze: Eine Mütze mit eingearbeitet Windstoppermembran empfehlenswert. Das merkt man spätestens wenn man sich an den Kopf fässt und feststellt, dass man seine Mütze bereits auf hat.
  12. Lange Unterhose: gem. Packliste eingeplante Polartec-Hose 2/3 Länge sollte man mit dünner Merinolanghose ergänzen
  13. Wandersocken: Falke Tk2 haben sich bewährt, ein drittes Paar ist allerdings angebracht. Nach den Waschen trocknen sie bei Regenwetter nur langsam und auch im Schuh kann es nass werden, da ist ein frisches trockenen Paar  für letzten 5 km oft ein Seegen und beugt Blasen vor.
  14. Hirschtalgcrème: 100 Punkte für dieses Zeug, die 50g haben für 12 Tage genügt. Keine Probleme!
  15. Daypack: Es ergab sich  zwischendurch Tagesausflüge zu machen. 6km rauf auf den Aussichtspunkt und wieder runter ohne Gepäck. Das geht schnell mal bevor der Bus am Nachmittag fährt oder am Abend wenn man irgendwo ankommt. aber Wasser und Regenkleidung sollte man doch dabei haben. Ich würde daher das nächste Mal einen Sea To Summit Ultra-Sil Day Pack mitnehmen. 68g.
  16. Regenhülle: Der Müllsack hat sich sehr bewährt. Mit den Abspannleinen des Zeltes konnte er gut befestigt werden. Auch strammer Wind hat keine Probleme gemacht. Ggf. hätte er als Zeltunterlage unter dem Bereich wo man sitzt dienen können. In windigen kalten Nächten habe ich ihn über den Schlafsack gelegt, was die Wärmeleitung verbessern hat. Auf dem Rückflug habe ich den Müllsack zum verpacken des Rucksacks verwendet und mit Leukotape befestigt. Wenn es nass ist, man sich auch gut drauf setzen. Zudem trocknet er sehr schnell. Das bleibt auf der Packliste. Im Inneren sind Kleidung, Isomatte und Schlafsack noch in 3 Packsäcken von EXPED  (Cord Drybag UL in M, S und XS) verpackt. Die Expeditionsnahrung von LYO war nur in einer weitern Plastiktüte gesammelt, hätten aber auch nass werden können.
  17. GPS: Die App Maps.me ersetzt zuverlässig mein Garmin Outdoor GPS, das Handy muss allerdings sehr gut geschützt werden.
  18. Riegel: Die Riegel von Seitenbacher sind alle der absolute Hammer. Sehr lecker. Die Fruchtriegel aus dem Bioladen konnte ich am Ende nicht mehr sehen.
  19. Regen: Wenn Nebel da ist, zieh dir gleich auch die Regenhose an.
  20. Schuhe: Meine Wahl fiel auch meine Hanwag Tetra GTX. Obgleich dies ein recht schwerer Schuh ist, erscheint es rückblickend als die richtige Wahl. Die alternativen Inov-8 Roclite 286 GTX, welche unglaublich leicht gewesen wären, wären vermutlich mit dem Isländischen Untergrund doch etwas überfordert gewesen. Der Hanwag Tetra GTX wirkt im Straßengebrauch sehr eng. Bei der Wanderung ist er aber ideal. Vor allem die Fersenpolsterung ist fantastisch. Lediglich den kleinen Zeh musste ich mit einem Blasenpflaster abgeben, da dort eine Falte und die Schnürsenkelhalter ungünstig drückten. Dieses Problem war neu und war früher nie aufgetreten. Mit dem Blasenpflaster war das Problem aber behoben.
  21. Rucksack: Der GoLite Pinnacle trägst sich wunderbar bis 16 kg und hat die Tour ohne sichtbare Schäden überstanden. Ein Rucksack ohne Tragegestell hat sich also bewährt. Der Berghaus Cyclops (fast 2,5 kg!) bliebt also weiter unterm Bett.
  22. Expeditionsnahrung: Die gefriergetrockneten Mahlzeiten von LYO Food (hier bestellbar http://lyofood.de) sind grandios. Besonders empfehlen kann ich Chicken Tikka Masala, Penne Bolognese und Pork loin in green pepper with potatoes. Im Grunde hat aber alles gut geschmeckt und ich hab es immer gerne aufgegessen, sogar die vegetarischen Sachen!
  23. Kalorien: 2200kcal pro Tag lassen bei mir kein Hungergefühl aufkommen. Abgepacktes Brot und ein Stück Gaudakäse aus dem Supermarkt haben die Wanderung extrem versüßt. In den zwei Wochen, habe ich allerdings 3 KG abgenommen, obgleich der Isländischen Hamburger bei passender Gelegenheit sofort bestellt wurden.
  24. Getränke (Tabletten für isotonische Getränke): Das Isländische Wasser schmeckt so gut, dass man nichts Anderes will.
  25. Versorgungspaket: Nüsse können sehr einfach nachgekauft werden. Die Preise sind aber gepfeffert.Gut 400g  könnte man so an Versorgung im Rucksack anfangs sparen. Auch statt 2 nur eine Tafel Schokolade. Nochmal 100g. Die Riegelversorgung ist allerdings schlecht. Nur wer es mit Schoko- und Cornyriegel aushält, sollte diese nicht schon von zuhause mitbringen. 3 Fertigessen habe ich gar nicht verwendet, da ich am Ankunftstag in der Zivilisation im Restaurant oder Imbiss gegessen haben. Auch hieraus ergeben sich gut 470g. Die Indotonischen Getränkebrausetabletten. Raus. Ersparnis: rund 1020g! Hierfür lieber den besagten Käse und das Brot einpacken. Das reduziert das Gewicht auch ca. 15kg bei Beginn der Wanderung. Das ist doch gar nicht schlecht.
  26. Kosten: 15 Eur/Nacht mit Zelt an den Hütten, Hostel und Hütte ca. 50EUR/Nacht, Imbissessen ca. 15 EUR, Restaurantessen ca. 25 EUR, Bier ca. 8 EUR/0,5l
  27. Gasversorgung: Überall findet man Gelegenheiten Gas zu kaufen. Manchmal werden allerdings nur die großen Kartuschen angeboten. Die Preise sind hoch. Siehe auch nach allgemeine Informationen.
  28. Kamera: Die Nikon Coolpix A (16 Mio. Pixel macht bessere Bilder als meine alte DSLR mit 6 Mio. Pixel. Sie ist klein und handlich und hat einen DX Chip der auch in der 7000er Serie von Nikon verbaut wird. Ich würde sie wieder für eine Wandertour verwenden. In den 16 Tagen habe ich rund 2000 Bilder gemacht. Das heißt quasi 10 Stück pro Stunde bei 14 Stunden Aktivitäten am Tag. Dabei habe ich 5 Akkus benötigt. (Hersteller: Original, Patina, OSTE).
  29. Dauer der Wanderungen und Ablauf: Ein 10 km Abschnitt kann durchaus 8 Stunden dauern. Regenkleidung an und aus, Fotos, kleine Päuschen mit dem Genießen der Aussicht, ab und an Orientierung auf dem GPS, das Furten von Flüssen, Gespräche mit anderen Wanderern sowie die Mittagspause verlängern den benötigten Zeitraum deutlich. Ich bin oft erst um 11 Uhr losgegangen um den morgendlichen Nebel abzuwarten. Aufgrund der Polartages kann man durchaus erst spät beim Zeltplatz ankommen und das Abendessen auf einer schönen Wiese am Wegesrand veranstalten. (Das bietet sich z.B. vor allem vor Alftavatn nach dem Furten des Flusses, 1,5 h vor der Hütte, an.) Die ersten beiden Etappen des Laugavegur habe ich auch an einem Tag gemacht und bin erst am Abend angekommen. Das erspart einem die Übernachtung in Hrafntinnusker, wo es doch recht kalt und windig sein kann. Auf den Kjalvegur sollte man windgeschützte Gelegenheiten stets für ein Päuschen nutzen.
  30. Im Pórsmörk Tal: In Pórsmörk gibt es verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten. Die Übernachung in Landigalur direkt am Treck ist sehr schön. Das Tal bietet sich an für eine Tageswanderung auf den Berg Valahnúkur oder eine Runde in östlicher Richtung (Varianten möglich). Hier kann man also gut und gerne 1-2 Tage verweilen. Östlich von Landigalur ist ein weiterer Zeltplatz am Flussufer, der noch preisgünstiger war. In Húsaldalur gibt es sogar ein Restaurant. Von Basar kommt man besonders gut in einem Tagesmarsch nach Skogar.
  31. Das Wetter: Sicher ist nur, dass es nie lange so bleibt wie es gerade ist. Der Regen ist zumeist fein, der Wind in der Regel vorhanden. In trockenen Zonen fliegt einem die Asche und feines Lavagestein um die Ohren. Aber auch im Nebel und Regen haben diese Landschaften ihren eigenen Reiz. Der Kjalvegur ist wirklich hart durch die starken Winde. Der Laugavegur ist bei schönem Wetter ein schöner Spaziergang und bei hartem Wetter ganz schön schwierig. In den Hütten gibt es stets Informationen zum Wetter und auch zu den anstehen Furten der Flüsse. Hier sollte man sich immer vor Abmarsch Informieren und auch entgegenkommende Wanderer nach ihren Erfahrungen fragen. So hies es z.B: „Geh 200 m flußaufwärts und passiere den Fluss dort. Da ist er nur Knietief.“

Habt Ihr auch Tipps. Dann teilt Sie in einem Kommentar. Ich würde mich freuen von euch zu hören.

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8 Gedanken zu “2016 Island – Erfahrungen und Tipps zum Wandern auf Island

  1. Hi, bist du vom Dettifoss zur „Bushaltestelle „Dettifoss Crossroads gelaufen? Kannst du mir sagen wie weit es ist und wie lange man braucht?
    Wäre dir für eine Antwort sehr dankbar!

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  2. Hallo,

    Ich hatt eine Grippe und habe dann den Jökulsargljufur nicht gemacht. Mit den Bus von Asbbyrg nach Dettifoss zu kommen war unkompliziert. Zur Not kannst du aber auch per Anhalter die 24km überbrücken, um um Crossroads des 62A zu bekommen.

    Zu deiner Frage:

    Dettifoss Crossroads ist 24 km weit weg. Da brauchst du einen Tag für. Nein, nicht laufen ist auch nicht schön.

    https://www.google.is/maps/dir/Dettifoss/65.6494109,-16.3789845/@65.7046515,-16.6189446,10z/data=!4m9!4m8!1m5!1m1!1s0x48cd068ace5f4fb9:0x404278759828237a!2m2!1d-16.384576!2d65.8146662!1m0!3e0?hl=is

    hier steht das: http://icelandbybus.is/summer-bus-schedules/6262a-akureyri-hofn/

    Besser ist, du fährst direkt vom Dettifoss Waterfall mit dem Bus 661A

    https://www.re.is/iceland-on-your-own/search-results?ActionEvent=IoyoSearchForm&pickupPlaceId=e0a5eac8-33be-e311-a590-005056878151&dropoffPlaceId=3e15be89-34be-e311-a590-005056878151&date=19.07.2017&returntrip_pickupPlaceId=3e15be89-34be-e311-a590-005056878151&returntrip_dropoffPlaceId=e0a5eac8-33be-e311-a590-005056878151

    Am Dettifoss würde ich mich auch nicht lange aufhalten. Alles steinig, super windig, viele Leute, Busse usw. Der Wasserfall ist absolut brachial 🙂 Sollte man sich aber ansehen.

    Viel Spaß, ich hätte auch schon wieder Lust hinzufahren!

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  3. Vielen Dank erstmal für diese tolle Seite! Wir haben beschlossen, unsere Traumreise jetzt nicht mehr aufzuschieben und einfach nächstes Jahr hinzufliegen. Man wird schließlich mit 64 nicht mehr jünger… 😉 Und da finde ich deine Seite sehr hilfreich. Vor allem auch schöne Fotos!

    Ich hätte noch einen Tip von wegen Kocher: Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum Leute sich mit Gaskochern abgeben. Vor allem mein Mann ist uralter z.B. Norwegenwanderer. Und da hat er schon als junger Mann erlebt, daß – von allen anderen Nachteilen mal ganz abgesehen wie: hohe Kosten, Schwierigkeiten Nachschub zu besorgen, Gewicht, Packvolumen… – man in Norwegen z.T. die Gaskartusche von Hand wärmen mußte, damit bei richtig niedrigen Temperaturen da überhaupt noch was rauskommt.

    Sein Traumkocher war damals der Trangia, den habe ich ihm vor ca. 40 Jahren dann zum Geburtstag geschenkt und der tut heute noch treue Dienste bei uns. Und Spiritus (Achtung: unbedingt herausfinden, wie der in der jeweiligen Landessprache bzw. auf englisch heißt!) gibt es ja wirklich in jedem noch so kleinen Laden.

    Hier der Link auf den Kocher: https://www.amazon.de/Trangia-Kocher-27-1-Ultralight/dp/B0028I0R32

    Natürlich ist unserer völlig schwarz gebrannt inzwischen. Kostbare Patina! Wehe, jemand versucht, das Kesselchen zu putzen!!! Also da kann je eh nur ein Frau drauf kommen… 😉 (OMG… wieviel Kaffee/Tee wir darin schon gekocht haben… Und wo überall! *seufz*)

    Viele Grüße
    Karin

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    • Hallo Karin,

      danke, schön dass du meinen Blog angesehen hast. Das freut mich sehr!

      Das mit dem Trangia kenne ich auch. Auch meiner hat schon eine Patina 🙂 und hält auch schon gut 20 Jahre. Ein tolles Gerät! In Schottland übrigens Spirit-Stove genannt, nur so nebenbei mich hat nämlich damals keiner verstanden :-).
      Ich hab mir das auch schonmal überlegt, allerdings ist das Gewicht insgesamt doch unterlegen. Ich hab auch immer Schwierigkeiten abzuschätzen wieviel Spiritus ich jetzt brauche. Vor dem Nachfüllen muss er ja aus sein und auch etwas abgekühlt sein und
      Wenn man zu Zweit ist, wäre es schon eher was und sicher ein gute, zuverlässige Wahl. Meine erste Wahl ist der Trangia aber immer beim Camping mit dem Auto oder beim kochen am Stand. Sand kann dem wirklich nichts ab, Benzin oder Gaskocher und Sand, das kann schnell zum Problem werden. Klasse finde ich auch, dass man alles ineinander stellen kann und es somit kompakt verpackt in den Rucksack wandern kann.

      Ich hab den hier
      https://www.amazon.de/Trangia-Spirituskocher-Sturmkocher-Ultralight-Non-stick/dp/B0014BOSU2/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1509813848&sr=8-1&keywords=trangia+non+stick

      man könnte auch das Gewicht noch reduzieren indem man nur einen Topf mitnimmt und den Brrenner gegen einen aus Alu oder Titan tauscht:

      https://www.amazon.de/tomshoo-Outdoor-Spirituskocher-Ultralight-Kaminofen/dp/B073Z6QCRH

      Den Wasserkessel hab ich in Schweden auch über offenem Feuer verwendet. Aber der Ruß macht doch zu schaffen.

      Also Karin, danke für deinen Beitrag! Und viel Spaß in hohen Norden!!

      Liebe Grüße

      Katja

      PS: Super Idee mit der Reise, aber 64, das ist doch noch keine Alte, da bist du da oben auf jeden fall nicht die Älteste!

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  4. Hallo Katja,
    mir hätte ja eigentlich schon klar sein müssen, daß du eine echte „Hardcorewanderin“ bist, wenn ich dein Blog noch aufmerksamer gelesen hätte. Ganz anders als ich. Mein Mann hätte vielleicht lieber so eine wie dich heiraten sollen! 😉
    Der war schon als junger Mann mit Kumpels in Norwegen unterwegs, damals noch mit 18kg-Rucksäcken. Von so einer Ausrüstung wie heute konnte er damals ja nur träumen. Jetzt ist er viel mit dem Rad unterwegs (z.B. 2000km Schottland/Äußere Hebriden – auch so ein nettes Klima!). Ohne mich!!!! Und für seine „Ultralight“-Wanderung über den Rothaarsteig letztens (ohne Zelt, nur mit Hängematte in so Schutzhütten am Wegesrand) hatte er auch so einen Klitzeklein-Brenner wie von dir verlinkt. Also so ähnlich. Denn er bastelt sich sowas selbst.
    Fotos wie deine waren dann „schuld“, daß ich auf die Schnapsidee gekommen bin, ich könnte mit ihm zusammen einen reinen Zelturlaub in Island machen. Denn Geld für Übernachtungen haben wir nicht.
    Ich halte aber solches Wetter im Zelt nicht aus! Tagsüber kann ich schon „beißen“. (obwohl mir schon sehr vor den Flussüberquerungen graut…) Aber dann will ich eine warme, feste Unterkunft.
    Kann ganz einfach sein! So wie hier: https://www.flickr.com/photos/9796108@N07/albums/72157650463159350/with/16375632037/
    Vielleicht würde ich den Trail im Zelt noch überstehen. Wird aber selbst bei gutem Wetter hart. Aber mehrere Wochen… Geht gar nicht.
    Aber wir haben halt auch gar kein Geld für Island. Selbst das Campen ist schon so teuer. Und einen Mietwagen würden wir schon brauchen, um da ein bißchen rumzufahren. Es gibt ja so viel zu sehen/zu erleben! Mein Mann hat mich da mal kurz auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, was sowas für 3 Wochen kostet: Flug, Mietwagen, Übernachten nur im Zelt, Verpflegung nur durch Selberkochen. *Schluck*
    Außerdem sind wir nicht an so „getaktetes“ Reisen gewöhnt. Wir sind Freiberufler mit sehr wenig Geld, dafür umso mehr Zeit. Und da wollen wir uns völlig frei einfach herumtreiben können.
    Der Plan ist jetzt so: wir kaufen einen alten 4×4, mein Mann bastelt eine Minimal-Campingausstattung rein und dann fahren wir mit der Fähre rüber und bleiben, wann wir wollen wo wir wollen so lange wir wollen. Dann könnten wir auch unsere Eski-Kajaks mitnehmen. Denn zu paddeln gibt es da auch sehr schöne Sachen! Nach der Rückkehr verkaufen wir den 4×4 dann wieder. Vielleicht nächstes Jahr. Wir sind ja noch jung! ;-))
    Auf jeden Fall waren deine Beschreibungen und Fotos mit die ersten, die mir im Netz begegnet sind und die mich sofort für Island „angefixt“ haben. So sehr, daß ich das Wetter dort regelrecht verdrängt habe…
    Nochmals danke für deine sehr genauen und hilfreichen Ausführungen. Da werde ich sicher dann nochmal drauf zurückgreifen!
    Viele Grüße
    Karin

    Gefällt 1 Person

    • Oh, vielen lieben Dank Karin. Es freut mich sehr, dass dir der Blog ein paar Anregungen gebracht hat, die jetzt zu so tollen Projekten führen. Das wünscht man sich ja insgeheim immer!
      Ich verstehe, was du meinst. Ich fahre auch gerne mit meinem VW-Bus in den Urlaub 🙂 Und wenn du mal auf meinen zweiten Blog schaust: https://fliegenfischeninlappland.wordpress.com wird dir auffallen, dass ich das Zelt im Grunde nicht zwingend gebraucht hätte, da ich im herbstlichen Lappland auch unheimlich gerne in die tollen Hütten gegangen bin, auch weil sie so leer waren. Aber das mit dem Geld ist dann schon ein Unterschied. Mit dem Zelt kann man ja auch abseits der Hütten übernachten und zahlt dann nur falls man mal Service in der Hütte annehmen möchte.
      Na mit dem 4×4 könnt ihr tolle Sachen machen, die nicht so teuer sind. Das würde mich auch Reizen. Für das Paddeln bietet sich wohl sehr den Nordosten an. Da bin ich mal über einen tollen Blog gestolpert. Wie der hieß, weiß ich allerdings nicht mehr. Vielleicht nehmt ihr auch ne kleine Spinnrute mit, dann gibts frischen Fisch aus dem Meer. Und falls es mal eine Tagestour ans Wandern gehen soll fahr auch unbedingt mal in den https://de.wikipedia.org/wiki/Skaftafell-Nationalpark. Da fand ich es auch sehr schön, ohne dass man erst 2 Tage hinlaufen muss.
      Oh ihr habt es gut, das klingt spannend!

      Lieb Grüße

      K

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  5. Fliegenfischen! Wow. Bewundere ich immer, wenn ich das mal im Fernsehen sehe. Sieht so elegant aus! Und Fliegen bzw. Mücken hat’s ja genug in Lappland, da kannst du ja mit echten fischen! 😉
    Mein Mann hat schonmal mit seinem Kajak auf einer kleinen Schäre in Norwegen drei Wochen gecampt, ganz allein, nur ein Seeotter und er. Und da hat er vom Kajak aus geangelt und meistens gab’s lecker Fisch.
    Wenn wir mit Auto unterwegs sind, machen wir immer Camping. Da haben wir ein wundervolles geräumiges Zelt, was bei jedem Wetter ein echtes Zuhause ist – ggf. mit Gasheizung. Da sitzen wir dann in Wales im Sturm drin, kucken raus und genießen unseren Tee…
    Das mit den Hütten ist halt in Island nicht nur ein finanzielles Problem, sondern wenn ich das richtig sehe, sind die ja jetzt schon quasi ausgebucht! Aus den Alpen kenne ich das so, daß eigentlich ein armer frierender Wanderer immer irgendwie untergebracht werden muss, und wenn er auf dem Boden in der Stube schläft. Ob die Isländer einen allen Ernstes abweisen, wenn man da abends vor der Tür steht?
    Tja und zum Wandern habe ich schon einiges auf dem Schirm! Erstmal habe ich tatsächlich schon „Laugavegur für Weicheier“ ausgetüftelt: Laugavegur bis zum Alftavatn und dann mit zwei Bussen (mit Übernachtung) nach Landmannalaugar zurück. Wenn das Wetter nicht zu katastrophal ist, halte ich das aus. Und wenn ich das richtig sehe, habe ich dann einige Flußdurchquerungen gespart, hihihi.
    Ich habe ja schon wie verrückt recherchiert und Skaftafell steht auf jeden Fall auf der Liste. Aber auch evtl. „Around Kerlingarfjoll in 3 days“ – http://www.kerlingarfjoll.is/routes/around-kerlingarfjoll-in-3-days—hringbrautin-new-route-/29/ – die schreiben v.a., daß die Hütten da nicht so voll sind, so daß man evtl. kein Zelt braucht. Aber den Askja-See möchte ich auch unbedingt sehen!
    Und dann noch, was ich mir total großartig vorstelle, ist Schnorcheln in der Silfra Spalte! (Kostet ja auch nur mal eben schlappe 17.000 ISK Minimum…) *seufz* Und paddeln habe ich gefunden im Isafjördur. Das ist wohl recht geschützt und es gibt Wassertaxis, die da hin und her fahren (v.a für Wanderer auf der Halbinsel).
    Oh… ich weiß, daß wir das irgendwie hinkriegen werden! Muss einfach! :-))
    Bis dahin erstmal wieder Großbritannien. Ein wundervolles Land, das wir sehr lieben. Und das ist bestimmt jetzt schön billig! 😉
    Ja, doch, wir haben’s gut. Das ist uns auch sehr bewußt.
    Viele Grüße
    Karin.

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