2016 Island – Trekking auf dem Kjalvegur

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Der Kjalvegur (Betonung auf dem A!) ist ein alter Handelspfad durch das Hochland Islands, der früher mit Pferden beritten wurde. Er ist im Ganzen 160 km lang. Oftmals sind dicht nebeneinander 5-8 tiefe Furchen in die Landschaft getreten. Lange läuft man durch unendliche Weiten. Die Landschaft ändert sich nur langsam und bezaubert mit Ruhe und Weite. Der Pfad bietet wenig Schutz vor dem Wetter. Vor allem der ständige starke Wind macht die Tour anspruchsvoll. Der anhaltende Wind auf dem Trek wurde auch von Isländern vor Ort bestätigt. Zudem gibt es einen Geröllhang, der nicht ganz ohne ist. Alle Lebensmittel müssen mitgenommen werden. Wasser gibts an den Hütten. Die Hütten haben eine Ausstattung einfachster Art und sind in keiner Weise mit in den Alpen üblichem Niveau zu vergleichen. Anfang und Ende der Route kann mit einem Bus angefahren werden. Als Gehrichtung würde ich von Süden nach Norden empfehlen, da man am Ziel Infrastruktur vorfindet, wie etwa einen Imbiss und ein Hotpot. Wählt man die Gehrichtung von Norden nach Süden kommt man an der Straße an, wo es nichts gibt. Dort müsste man auf den Bus aus Reykjavik oder dem Norden warten, der einmal am Tag vorbeifährt. Ggf. hat dieser Verspätung, was vor allem bei widrigen Wetterbedingungen der Fall sein könnte. Keine gute Idee.

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2016 Island – Trekking auf dem Fimmvörðuháls

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Der Fimmvörðuháls zwischen Þórsmörk und Skogar wurde beim Vulkansauburch des Eyjafjallajökull 2010 teilweise zerstört und neu abgesteckt. Die Tour führt nun über das beim Ausbruch entstandene Lavafeld (1,3 km²). Auf Grund der Lage zwischen den beiden Gletschern Eyjafjallajökull und Mýrdalsjökull ist mit schnellen Wetterwechseln zu rechnen. Die Tour ist recht anspruchsvoll. Es sind rund 1000 Höhenmeter zu überwinden. Man trifft auf mit Kabeln oder Ketten nur schlecht als  recht gesicherte Passagen und ungesichert Grate. Ausgedehnte Schneefelder in denen bei Nebel die Orientierung schwer fallen kann, müssen überquert werden. Anfänger sollten diese Tour nicht alleine bewältigen, auch wenn die Rute stark frequentiert wird. Die beiden Hütten haben einfachste Ausstattung und sind schnell ausgebucht. Das Zelt auf den scharfen Lavasteinen aufzustellen erscheint eher unangebracht aber nicht unmöglich. Wenn die Heringe erstmal irgendwie eingebracht sind, kann auch der häufige, starke Wind kommen. Massen an Asche habe ich bei der Baldvínskáli Hütte auch nicht gesehen. Entgegen einiger Aussagen im Internet trafen wir die Hütte in gepflegten sauberen Zustand an. Trinkwasser ist auf der Rute knapp und wird nur in kleinen Kanistern hochgefahren. Wer nach Skogar aufbricht, kann nach einiger Zeit auch Wasser aus dem Bach nehmen. Müll muss mitgeführt werden. Die Aussicht soll phantastisch sein. Tja, wir hatten Nebel und Regen. 2010 war der Vulkanausbruch und der Trek war gesperrt. Also muss ich wohl noch ein drittes Mal da rauf gehen. Geht man die 25 km in einem Zug, braucht man etliche Stunden und eine gute Kondition (ca. 10 Stunden reine Gehzeit).

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2016 Island – Trekking auf dem Laugavegur (der Klassiker Islands)

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Der Laugavegur gehört zu den spektakulärsten Wanderrouten Islands. Ein wahres Photoshooting der Landschaften. Die Gehzeiten müssen auf Grund des hohen Zeitaufwands der ständigen Motiverfassung deutlich verlängert werden. Gefühlt ändert sich alle 30 Minuten die Landschaft, was  einen wesentlichen Unterschied zum Kjalvegur darstellt. Die Tour ist weniger anspruchsvoll als der Fimmvörðuháls. Es sind jedoch mehrere Flüsse zu durchwaten. Flüsse können auch bis zur Unpassierbarkeit anschwellen. Hier müssen die richtigen Entscheidungen getroffen werden, im Zweifel geht es dann zurück. Wanderstöcke sind Pflicht. Ein Bad im Wasser könnte unter widrigen Umständen sogar lebensbedrohlich werden. Wanderanfängern ist daher der Treck nicht zu empfehlen. Auf den 4 Tagen Wanderung kann man keine Lebensmittel kaufen, sämtlicher Müll muss mitgeführt werden. Am Anfang in Landmannalaugar und am Ende in Þórsmörk gibt es Gelegenheit einige Kleinigkeiten in Shops zu kaufen (Schokoriegel, Chips, Tütensuppen, Trekkingnahung u.a.). Da Angebot ist jedoch sehr eingeschränkt. Wasser ist hingegen nicht knapp und kann in den Hütten und zumeist sogar auf der Strecke aufgefüllt werden. Die Rute wird stark frequentiert. Zwischen 60 und 100 Zelte sind an den Hütten zur Hochsaison zu erwarten. Trotzdem hinterlässt der Trek auf mich keinen überfüllten Eindruck. Ein Augenschmaus!

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